Software entlastet Radio-Onkologen
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Es kommt nicht so häufig vor, dass Softwareunternehmen in die Zeitung kommen. Meist ist das, was sie tun, einfach zu unspektakulär für die Öffentlichkeit. Die Firma KHP unseres Freundes Werner Kelm macht heute eine Ausnahme und die WAZ berichtet. Zur Dekoration haben sie ein schönes Bild vom Gewerbegebiet im Salinger Feld ausgesucht; das Gebäude der Firma KHP befindet sich rechts etwa 10 m außerhalb des Bildes.
Witten, 10.06.2010, Bernd Kassner
Witten. Mit Classy-RT stellt das Wittener Unternehmen KHP-Informatik eine nach eigenen Worten völlig neuartige Softwarelösung für die
Strahlentherapie vor.
Geschäftsführer Klaus Homberg: „Es entlastet Ärzte, Physiker und medizinisches Fachpersonal von administrativen und abrechnungstechnischen Aufgaben und bietet im klinischen Umfeld ein Einsparpotenzial von bis zu 80 Prozent.“
Und so funktioniert es: Classy-RT kommuniziert direkt mit den Bestrahlungssystemen für die Krebsbehandlung und verdichtet automatisch die Daten zu Abrechnungs- und Studienzwecken. Es wurde in nur zwei Jahren auf der Basis neuester Technologien entwickelt und besitzt, so KHP, inzwischen alle erforderlichen Zertifizierungen.
Homberg: „Derzeit findet der Pilotbetrieb in drei strahlentherapeutischen Zentren im Umkreis von Witten statt. Die Software ist ab Herbst 2010 bundesweit verfügbar.“ Anwender-Zielgruppen sind beispielsweise Medizinische Versorgungszentren, Strahlentherapie-Praxen niedergelassener Ärzte oder strahlentherapeutische Abteilungen von Krankenhäusern und Forschungsanstalten.
Homberg: „Classy-RT wurde auf dem Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie in Magdeburg vorgestellt und von den Teilnehmern äußerst positiv bewertet.“ Für Installation, Service, Support und Weiterentwicklung plant KHP die mittelfristige Schaffung von zusätzlich zehn hochqualifizierten Arbeitsplätzen im Salinger Feld.

Michael Teubner